Wahlstudienwochen 2026 – ein Überblick¶
Die Wahlstudienwoche ist im Endspurt. Wir gewähren euch in diesem Bericht ein Blick hinter die Kulissen der verschiedenen Kurse.
TranSport
Wer TranSport gewählt hat, erlebt eine anstrengende und sportliche Woche. Nun, es wird den Teilnehmenden aber auch nicht langweilig, denn laut Tobia ist man in diesem Kurs immer in Bewegung. Es werden viele verschiedene Fortbewegungsmittel ausprobiert: Man bewegt sich in der Luft, auf dem Wasser oder auch an Land. Auf die Gruppe wartet eine grosse Fahrrad-Tour. Laut Frau Delaloy fuhren die Teilnehmenden dieses Jahr über das Sankt Michelskreuz bis nach Luzern und an der Reuss zurück. Die Gruppe lernte dabei auch segeln und sie vergnügten sich am Pumptrack in Cham. Egal ob mit Fahrrad, Skateboard oder mit dem Scooter, jeder kann auf dieser Strecke mitfahren. „Da man im Rahmen des Programms nicht in der Luft fliegen kann“, führte Frau Delaloy aus, «beschäftigten sich die Teilnehmer mit Papierfliegern.» Sie gingen zum Rudern und Segeln auf den Zugersee und wanderten auf die Rigi. Für manche war das sportliche Programm eine kleine Herausforderung, trotzdem klappte fast alles wie am Schnürchen.
Exkursion ins Blaue
Wenn du dich für die Kunst in der Natur interessierst, bist du bei diesem Wahlfach genau richtig. Wie es der Titel schon verrät, geht es hier speziell um die Farbe «Blau». Man lernt, wie man fotografiert, wie man mit der Farbe «Blau» auf verschiedenste Art und Weise richtig umgeht, und wie man selbst Farben herstellt. Dieses Jahr, sagte Frau Zarotti, ging die Gruppe am Montag raus in die Natur auf die Suche nach blauen Farbtönen. Man lernt, welche Rolle die Farbe früher hatte und wie man mit Aquarell Farben zeichnet. Ausserdem meinte Kursteilnehmer Jannik, dass sie Fotos über alle möglichen blauen Objekte gemacht und dass sie mit chemischen Reaktionen herumexperimentiert haben. Erwartungen hatte er keine, da er sich überhaupt nichts unter dem Kursnamen vorstellen konnte. Er würde diesen Kurs aber wieder wählen, weil es für ihn eine positive Erfahrung war.
Auf die Bühne fertig los
Einfacher gesagt als getan. Dieses Jahr wurde Wilhelm Tell geprobt, mit Musik und Theater. Laut den Schauspielerinnen Emelie und Nora war das Ganze ziemlich cool, aber auch ziemlich viel Aufwand. Der Kurs wurde von ihnen schon letztes Jahr absolviert, und sie würden ihn nächstes Jahr wieder machen. „Wir lernen uns auf der Bühne zurechtzufinden und zudem machen wir Musik“, meinten die beiden. Dieser Kurs empfehlen sie allen, egal ob man schon viel Erfahrung mit Musik und Schauspielern hat, oder ob man zum ersten Mal auf der Bühne steht. Ausserdem kann man entscheiden, ob man musizieren oder schauspielern möchte, oder gar beides ausprobieren will. Der Kurs scheint auch sehr abwechslungsreich und lustig zu sein. Denn wenn die beiden Schülerinnen den Kurs selber leiten würden, würden sie nichts am Programm verändern wollen.
Menschenrechte hautnah
Bei diesem Freiraum gibt es eine spezielle Anforderung. Wenn man diesen Kurs besuchen will, muss man automatisch beim Freiraum (Menschenrechte und Zugehörigkeit) teilnehmen. Valeria und Nina berichten, dass sie viel über Menschenrechte erfahren haben, über die Zugehörigkeit von Menschen gelernt haben. Zudem konnten sie durch das Tragen von Augenbinden und dem Führen eines Blindenstocks nachempfinden und lernen, wie es ist, blind zu sein und mit einer Sehbeeinträchtigung zu leben. Ausserdem kam eine Vertreterin der Organisation «Sans-Papier» zu Besuch, die sich mit dem Thema der Menschrechte auseinandersetzt. Sie hat den Teilnehmenden erzählt, um welche Menschen sie sich kümmern, was deren Geschichte ist, und wie die Organisation ihnen Hilfe bieten kann. Die interviewten Kursteilnehmerinnen meinten, dass sie sehr zufrieden mit dem Kurs sind und ihn auch im nächsten Jahr wieder wählen würden, da in diesem Wahlfach viele wichtige Themen besprochen und Neues gelernt wird.
Mystische Erfahrungen und Flow-Erlebnisse
Bei diesem Kurs haben die Teilnehmenden gelernt, was «Flow» bedeutet und wo man ihn überall antreffen kann. Denn ein Flowzustand ist nicht nur etwas Religiöses. Flow findest du auch im Sport, und er hilft dir dabei, bessere Leistungen zu bringen. Dieses Jahr gingen die Gruppe in das Gameorama, ein interaktives Spielmuseum in Luzern. Das war das Highlight der beiden Teilnehmer Henry und Vilhelmas. Am Mittwochnachmittag machte die Gruppe einen Besuch beim spirituellen Zentrum Felsentor, einer Zen-Gemeinschaft auf der Rigi mit Kursleiter Dominic Studer. Dort gingen sie in eine Meditationshalle und haben, wie es der Name schon verrät, versucht zu meditieren. Ausserdem stattete Michael Kintscher einen Besuch im Kurs ab. Er erklärte den Teilnehmenden, wie das Gehirn funktioniert und wie es mit dem «Flow» zusammenhängt. Frau Buri hofft, dass die Teilnehmenden den Zusammenhang mit diesem Thema und dem Gehirn versteht und den Flowzustand für sich nutzen können.
Messing-, Kupfer- und Silberbleche ätzen
Kreatives Basteln – nur etwas für Mädchen? Nein! Hier schon gar nicht. Ziel der Kurswoche war es, dass alle Teilnehmenden am Ende eine selbst geätzte Dose aus Messing-, Kupfer- oder Silberblech mit nach Hause nehmen können. «Dafür ätzen wir ein Muster in eines dieser Bleche und formen es anschliessend zu einer Dose», erklärte Mikael. Die Gruppe besuchte zudem eine Fabrik, stellte dort Platten her und lernte, wie man Metall in Form bringt. Einen Wunsch hat Mikael trotzdem: «Toll wäre es, wenn wir die Form selbst bestimmen könnten, nicht nur eine Dose, sondern zum Beispiel auch einen Würfel oder etwas anderes.» Den Kurs findet er insgesamt super und empfiehlt ihn allen, die gerne einmal mit neuen Materialien etwas Kreatives herstellen möchten.
Lights, Camara Analysis
Auf den ersten Blick wirkt dieser Kurs etwas anspruchsvoll: Man schaut einen Film oder eine Serie auf Englisch, und auch sonst findet der ganze Kurs auf Englisch statt. Auf den zweiten Blick ist er aber gar nicht so schwierig, wie man denkt. «Es geht darum zu verstehen, was es alles für die Produktion eines Filmes braucht», sagte Herr Vogt. Am Dienstag schaute sich die Gruppe einzelne Szenen der Serie «Modern Family» an und analysierte sie anschliessend. Kursteilnehmer Alexander war jedoch nicht ganz so begeistert davon, dass der Kurs auf Englisch stattfand: «Wenn ich diesen Kurs planen müsste, würde ich ihn auf jeden Fall auf Deutsch durchführen.» Sehr spannend fand er hingegen, selbst einen Film zu drehen und ein Drehbuch zu schreiben.
Mathematik ist überall
Du rechnest gerne oder denkst gerne einmal gründlich nach? Dann ist das der perfekte Kurs für dich, denn hier dreht sich alles um Mathe. Doch wo begegnet man Mathematik überall? Genau das findest du in diesem Kurs heraus. Die Gruppe lernte, was binäre Zahlen sind, und beschäftigte sich mit Zahlenfolgen. Laut Herrn Käslin waren die Teilnehmenden sehr konzentriert und machten gut mit. «Wir wollten etwas Neues lernen», sagten Niklaus und Victoria. Auch wenn es nach reinem Rechnen klingt: Ein Highlight des Kurses war die Exkursion ins Technorama. Dort erfuhren die Gruppenmitglieder viel über Physik, Biologie, Chemie und Kunst. Die beiden Befragten würden «Mathematik ist überall» allerdings eher nicht noch einmal wählen, weil ihnen der Kurs zu einfach war. Sie hätten sich grössere Herausforderungen gewünscht. Trotzdem empfehlen sie ihn allen weiter, die sich für Zahlen und Technik interessieren und Lust haben, in die Welt der Mathematik einzutauchen.
Mathematik in Spielen
Mathematik begegnet dir überall, doch auch in Spielen? In diesem Kurs lernten die Teilnehmenden, wie viel und wo in Casinospielen Mathematik steckt und wie man diese mathematisch analysiert. Zu dem gehört auch, die Gewinnwahrscheinlichkeiten verschiedener Spiele auszurechnen. Die drei befragten Kursteilnehmer Matteo, Maurice und Lian hätten ein bisschen mehr Spass erwartet. Sie hatten sich erhofft, mehr Casino-Spiele zu spielen, da es sehr viel Theorie gab. Aber dass die KSR kein Spieleparadies ist, und schon gar nicht zur Spielsucht animieren möchte, ist den Teilnehmenden eigentlich auch bewusst. Ganz ähnlich wie bei der «Flow»-Gruppe, war auch für diese drei Kursteilnehmer der Ausflug ins Gameorama nach Luzern das Highlight der Woche; es ist das einzige interaktive Spielmuseum der Schweiz. Wenn Matteo, Maurice und Lian den Kurs leiten würden, würden sie versuchen, ihn noch etwas interaktiver zu gestalten. Deshalb freuen sie sich darauf, nächstes Jahr einen anderen Workshop aus dem grossen Angebot auszuwählen. Für Mathe-Fans ist der Kurs aber trotzdem spannend und empfehlenswert.
Debattieren in Politik und Alltag
Debattiert wird überall auf der Welt, auch an der KSR. Beim Debattierkurs an der Kanti Rotkreuz lernt man die Regeln des Debattierens und erfährt, weshalb gewisse Aussagen in der Gesellschaft besonders stark polarisieren. Zudem wird thematisiert und geübt, wie eine Diskussion aufgebaut ist. Laut den beiden befragten Kursteilnehmern Enzo und Alan hat die Gruppe gelernt, wie man diskutiert und seine Meinung überzeugend vertritt. Ganz zufrieden waren sie aber nicht: «Nach einer Weile wurde es langweilig, weil es zu viel Theorie und zu wenige Diskussionen gab.» Besonders freuen sie sich auf die Exkursion am Freitagabend in die SRF-«Arena». Laut Kursleiter D. Studer wurde das Thema der Sendung allerdings erst am Donnerstag bekannt gegeben, weshalb sich die Teilnehmenden recht spontan darauf vorbereiten mussten. Insgesamt fanden die beiden den Kurs spannend und lehrreich, und wer gerne diskutiert, ist hier genau richtig. Sie selbst möchten beim nächsten Mal aber gerne etwas Sportliches ausprobieren.
KS-Rundblick
Recherchieren, schreiben, befragen, posten. Eine Woche lang tauchte das Team des KS-Rundblicks in den Alltag von Journalistinnen und Journalisten ein. Diese Woche wollten wir herausfinden, wie der Arbeitsalltag in einer Redaktion aussieht. Wir kümmerten uns um den Instagramm Account der KSR und schrieben Berichte für die Webseite der Schule. Auch den Artikel, den ihr gerade lest, stammt von drei Journalist/innen des KS-Rundblicks. Während dieser Woche machten wir einen Ausflug in das Verehrshaus Luzern. Dort besuchten wir die Ausstellung «Wirklich?!-Fakt, Fake oder Meinung?», die zeigt, wie man Tatsachen, Falschmeldungen und persönliche Ansichten auseinanderhält. Ausserdem erhielten wir einen Einblick in den abwechslungsreichen Arbeitsalltag der Mitarbeitenden von CH Media.
Die Wahlstudienwoche war eine tolle Möglichkeit dem Schulalltag zu entkommen und neue Erfahrungen zu machen. Man konnte viele neue Personen kennenlernen und es war ein highlight und eine abwechslungsreiche Woche für alle Schüler / Schülerinnen von der ersten bis zur dritten Klasse der KS Rotkreuz.
Fernando Contreras, Leana Weiss und Xena Rust, Redaktion KS Rundblick